1. Kapitel: Jalenas Geschichte beginnt

Jalena?!“, rief Perciville. Er suchte Jalena wie immer. Sie war nun 16 Jahre bei Perciville. Sie wusste nichts davon, was jener Nacht ihrer Mutter widerfuhr, noch wer ihre wahren Eltern sind. Perciville hatte ihr immer wieder dieselbe Erklärung gegeben. Immer wieder hat er ihr gesagt, das er sie eines Morgens vor seiner Tür fand.

Jalena sitzt in einem Baum des Königlichengartens. Dort versteckte sie sich gern. Hier hatte sie ihre Ruhe und einen wundervollen Ausblick. Sie kletterte immer bis in die Kronspitzen hinein, was ihr ein leichtes war. Außerdem, wurde sie so von den anderen Blättern verdeckt und nur von den Vögeln gesehen.

„Jalena?!“, rief Perciville erneut.

Aber Jalena wollte einfach nicht. Perciville würde sie nur in ein Kleid stecken, damit sie auf den Ball Heute Abend geht. Damit sie sich jemanden suchen kann, mit dem sie vielleicht glücklich würde.

Jalena starrt auf ihren Fuß. Denn alles konnte die Vergangenheit nicht verbergen. An ihrem Fuß hatte sie eine Brandwunde. Eine Narbe, von dem Brand in jener Nacht.

Erneut rief Perciville: „Jalena!“

Jalena sprang aus der Baumkrone hinaus, direkt vor Perciville: „Was ist?“

Perciville: „Dein Kleid ist da.“

Jalena: „Ich will nicht auf den Ball.. das hatte ich dir doch bereits gesagt.“

Perciville: „Ich weiß Jalena.. Aber es ist der Geburtstag, von Mordred. Er wird den Thron bekommen. Das weißt du doch.“

Jalena nickt: „Ich weiß..“

Perciville atmet durch.

Jalena sieht ihn an. Betrachtet ihn: „Perci.. Ich will wissen wer ich bin..“

Perciville lächelt etwas: „Ich wusste der Tag würde irgendwann kommen..“

Perciville nahm sie mit zu einem Baum, er setzte sich und sie sich zu ihm. Er erklärte, das er sich die Briefe durch las. Sowie, das er sie für sie aufhob. Er wusste dass, es soweit wäre.

Jalena umarmte ihn: „Danke.. aber.. ich muss los ziehen. In das Land woher ich abstamme.“

Perciville grinst nur. Er sah sie an und lächelte: „Das dachte ich mir.. ich habe dich genug gelehrt. Du wirst dich verteidigen können. Ohne jegliche Hilfe. Ich habe dich gelehrt was ich wusste. Dich trainiert, in jeglicher hinsicht. Auch deine Strategie. Dein Mitgefühl wird dich begleiten. Lass Taten sprechen, wenn dir die Worte fehlen. Wenn du Worte findest, so sorge dafür dass sie sich auch erfüllen werden. Ich weiß du bist nicht meine Tochter und doch sehe ich dich wie mein eigenes Kind.“

Jalena lächelt nur: „Du bist wie mein Vater, den ich nie haben werde.“

Sie Umarmten sich ein aller letztes mal und dann, nachdem sie sich angemessen Angezogen hatte. Sich Verpflegung einpackte und auch Waffen, ging sie zu ihrem Pferd und Ritt Los. In das Land, dass sie eigentlich hätte nie wieder sehen sollen. Doch davon, ließ sich Jalena nicht aufhalten.

Sie ritt so schnell sie konnte, das erste was sie sah, war der abgebrannte Wald. Einige Bäume standen schon wieder. Jedoch, war alles Düster. Jeder Baum blühte schwarz wie der Himmel. Jalena war klar, das hier nur die Dunkelheit herrschte. Es gab kein Licht. Das einzige was leuchtete war sie selbst. Sie ritt weiter, bis sie beim ersten Dorf ankam.

Jalena sagte: „Guten Tag.“

Doch die Frau ignorierte sie und suchte schnell das weite. Jalena kam das ganze komisch vor.

Ein Mann der aussah wie ein Bettler, sprach zu ihr: „Ihr werdet hier niemanden finden der Euch helfen wird.“

Jalena sah zu ihm: „Was meint Ihr damit?“

Der Mann grinste: „Ganz einfach, niemand darf mehr einen Gast aufnehmen. Außer, die Wachen des Königs.“

Jalena verzog ihr Gesicht. Sie verstand es einfach nicht: „Keine Gastfreundschaft?“

Der Mann lachte: „Nein.. bestimmt nicht. Ihr seit gar nicht mit dem Land vertraut, habe ich das Gefühl. Wer seit Ihr?“

Jalena lächelt: „Mein Name ist Jalena. Ich bin auf der Suche nach mir.“

Der Mann Grinst: „Das hört sich wirklich interessant an.. ich bin Kemal. Auf der Suche nach Euch selbst?“

Jalena schüttelt den Kopf: „Nach meiner Vergangenheit.“

Kemal: „So so.. Dann würde ich in unserer Hauptstadt anfangen. In Volvaahn.“

Jalena lächelt bloß: „Danke. Aber.. ich kenne mich hier ja gar nicht aus.“

Kemal grinst: „Das dachte ich mir. Ich werde Euch helfen.“

Kemal pfeift und sein Pferd kommt angeritten. Er setzt sich darauf und reitet neben Jalena. Welche Kemal folgt.

Kemal sah sich Jalena genau an. Sie hat Rötliches-Haar. Beinahe Feuerrot. Eher ein Orange. Dazu sieht sie sehr Sportlich aus. Blaue Augen, die strahlen wie der Blaue Tageshimmel.

Kemal: „Von wo kommt Ihr Jalena?“

Jalena sah nur nach vorn und antwortet: „Camelot. Bei Sir Perciville. Er wohnt im Schloss.“

Kemal fängt an zu lachen: „Der alte Percival lebt noch immer?“

Jalena sieht ihn nun sehr verwirrt an: „Ja, er ist mein Ziehvater gewesen..“

Kemal: „Ah. Deswegen seit ihr so, sportlich. Ich war einst ein Ritter der Tafelrunde.. bis man mich ausschloss..“

Jalena sieht ihn an: „Ihr? Ein Ritter der Tafelrunde?“

Kemal nickt: „Ja.. damals war ich Sir Lancelot. Was niemand weiß. Ich heiße Kemal Lancelot. Ich.. hatte was mit Gwen..“

Jalena: „Hochverrat..“

Kemal nickt: „Ja.. also.. was suchst du hier?“

Jalena: „Na ja.. man hat mich einfach vor Percivilles Tür abgesetzt.. Es war Die Nymphe Nemoe..“

Kemal: „Nemoe.. hat dich gerettet?“

Jalena nickt nur: „Meine Mutter hinterließ auch einen Brief.. sie war Elise..“

Kemal sah Jalena geschockt an. Er kannte Elise. Sie waren befreundet. Er gab ihr damals Zuflucht, Elise verschwand, als sie dachte das es zu gefährlich für Kemal werden würde.

Jalena und Kemal Ritten noch sehr lang weiter.

Jalena: „Wann geht hier die Sonne auf?“

Kemal: „Die Sonne ist schon seit 16 Jahren nicht mehr aufgegangen.“

Jalena sah ihn geschockt an. 16 Jahre lang keine Sonne, kein Licht. Sondern nur diese Dunkelheit. Es war nicht mal ein Stern zu sehen.

Jalena fragte: „Woran erkennt Ihr dann Tag oder Nacht?“

Kemal zuckt bloß mit den Schultern: „Ich weiß es nicht so genau..“

Jalena jedoch lächelte nur. Kemal stoppte und stieg vom Pferd: „Es wird noch sehr lang dauern, bis wir in Volvaahn sind.. Wir sollten hier eine kleine Rast einlegen.“

Jalena sprang vom Pferd und machte es fest. Sie setzte sich zu Kemal und teilt mit ihm, ihr Brot.

Kemal lächelt in sich hinein. Ist es wirklich Elise, die Tochter unserer verstorbenen Königin? Konnte er ihr vertrauen? Ja, sie hatte das selbe lange Haar wie Elise, sowie das selbe strahlen. Aber sicher war er sich nicht. Es hatte schon zu viele Mädchen gegeben, die sich als die Retterin bezeichneten. Jedoch, hatte sie nicht ein Wort davon erwähnt.

Jalena teilte auch ihr Wasser mit ihm.

Sie betrachtete Kemal. Er sagte zwar, das man in dem Dorf niemanden Trauen kann. Jedoch, wusste sie das er etwas Gutes in sich hatte. Sie fühlte etwas, das sie an Heimat erinnern ließ. Sie wollte endlich wissen, wer sie war. Wieso sie, nach Camelot musste. Aber noch immer wusste sie nicht, wo ihre Mutter war.

Kemal: „Legt Euch schlafen. Ich gebe auf Euch acht.“

Jalena lächelte nur wieder und legte sich hin. Sie schlief sehr schnell ein.

Kemal betrachtete sie lang. Wie sie so da lag im Gras. Wie sie atmete. Ein und aus. Immer tiefer. Auch ihm viel etwas auf. Ihm viel etwas an ihr auf. Sie leuchtete, nicht so wie die anderen, die mit der selben Dunkelheit gekennzeichnet waren. Nein, sie hatte etwas. Etwas Lebendiges. Doch konnte das wirklich sein? Er konnte es nur hoffen, hoffen das sie es ist und das sie so weit war.

Jalena schlief tief und fest. Sie träumte vom Feuer. Sie sah nur das Feuer. Nichts anderes. Sie begann zu schwitzen.

Doch auch Kemal legte sich schlafen. Er sah nichts, von dem Schweiß. Jalena wachte noch vor Kemal auf. Sie sah sich um. Doch es war nichts gewesen. Sie wartete.

Kemal erwachte kurz nach ihr: „Auch schon wach, My Lady?“

Jalena lächelte: „Sicher, Sir Lancelot.“

Auch Kemal musste grinsen: „Habt Ihr gut geschlafen?“

Jalena zuckte bloß mit den Schultern: „Es gab schon schlimmere Nächte.“

Kemal musste ebenso grinsen: „Wir sollten weiter ziehen.“

Jalena nickt. Kemal hilft ihr auf die Beine. Sie schwingen sich auf die Pferde und ritten weiter.

Jalena sagte nicht viel.

Kemal: „Sagt, was habt Ihr gesehen?“

Jalena: „In meinem Traum?“
Kemal nickt nur: „Ja, in Eurem Traum.“

Jalena: „Ich sah, Feuer. Überall war Feuer, doch ich wurde nicht von dem Feuer getroffen. Doch.. an meinem Fuß.. aber.. kurz darauf war nichts mehr, ich sah nur die Flammen.“

Kemal: „Klingt ziemlich interessant..“

Jalena lächelt nur und reitet einfach weiter neben ihm her.

Kemal: „Wenn Ihr angegriffen werdet, werde ich Euch schützen. Doch egal was mit mir geschieht. Lauft weiter, lauft so schnell Ihr könnt. Ihr strahlt etwas aus. Ich weiß nur noch nicht was es ist.“

Natürlich, wusste Kemal, was sie ausstrahlte. Es war Licht, Hoffnung, Liebe sowie auch Verständnis. Sie strahlte alles gute aus. Er wusste genau, dass sie es diesmal war. Das Kind des Lichts. Das Gesamte Land wartete bereits auf die Rettung durch dieses. Ein Kind, welches so viel Licht und Macht haben sollte, dass es mit sich selbst im Einklang wäre um die Menschen vor dem Untergang der Dunkelheit zu waren.

Jalena: „Ich werde Euch nicht zurück lassen.“

Damit war es für Jalena geklärt. Niemals würde sie zulassen, das sich jemand um ihren Schutz sorgte. Auch für Percival war dies das schwierigste. Schließlich, hatte sie sich niemals beschützen lassen.

Kemal grinst nur: „Ihr seit ziemlich stur.“

Jalena lächelt nur: „Ja aber.. so kann ich mich auch besser für schwierige Dinge entscheiden. So bin ich davon überzeugt. Ja dies möge auch viele Nachteile mit sich bringen, aber ich mache mir im ersten Moment nicht all zu viele Gedanken.“

Kemal: „Weise gesagt. Percival scheint Euch wirklich viel gelehrt zu haben.“

Jalena nickt nur.

Beide sind sie in der Dunkelheit auf dem Weg nach Volvaahn. Kemal setzt seine gesamte Hoffnung in dieses eine Mädchen. Doch will er ihr nicht sagen, was geschah. Sie würde es entweder stärken oder aber schwächen. Er wollte das Licht einfach nicht zerstören. Es war ihm zu wichtig.

Nach einigen Stunden, kamen sie in Volvaahn an. Doch das was Jalena dort sah, wollte sie nicht sehen. Eine Stadt, in Dunkelheit versunken. Die Menschen, waren allein. Jalena spürte keine Liebe mehr. Denn es waren nur vereinzelt Menschen unterwegs. Jalena wusste nicht wie ihr geschah. Sie sah zur Seite und anderswo hin. Sie blickte umher, damit sie auffassen konnte was sie dort sah. Damit sie es spüren konnte.

Kemal betrachtete Jalena: „Alles in Ordnung?“

Jalena nickt nur: „Ja.. es geht schon.. hier ist alles nur so...“
Kemal: „Traurig und verloren.. ich weiß..“

Jalena brachte kein grinsen zustande, auch wenn sie es wollte. Es ging nicht. Sie spürte viel Macht. Macht die von Furcht, Angst und allem schlechten aufblühte.

Kemal: „Es gibt hier noch Leute, denen man Trauen kann. Ich habe Euch vor zu einem alten Freund von mir zu bringen.“

Jalena nickt nur und Ritt ihm weiter hinterher.

Kemal brachte sie zu einem Haus, welches so aussah wie auch die anderen. Verlassen, Dunkel und Angst erregend.

Jalena und Kemal stiegen beide von ihren Pferden. Sie machten sie fest. Kemal klopfte.

Ein alter Mann öffnete die Tür. Er sah sehr zerbrechlich aber auch stark aus.
Endlich, dachte Jalena, ein Mensch, der noch Lieben kann.

Der alte Mann bat beide hinein. Jalena folgte Kemal in ein gemütliches, kleines Zimmer.

Kemal: „Lady Jalena, das ist Meister Ronak. Er war damals mein Lehrer, in der Chinesischen Kampfkunst.“

Jalena neigte sich leicht vor: „Ni hau.“

Auch Ronak neigte sich leicht vor: „Ni hau, Jalena.“

Jalena: „O gen ki deska?“

Ronak lächelte etwas und sagte: „Mir geht es gut.“

Jalena sah ihn nun an, beide stellten sich wieder aufrecht hin.

Ronak: „Kemal.. glaubt Ihr sie ist es?“

Kemal: „Dieses mal sicher.“

Ronak: „Daran zweifle ich dieses mal kein Stück. Gab es Probleme auf der her Reise?“

Kemal schüttelte den Kopf: „Nein, König Charles scheint unvorsichtig zu werden.“

Ronak: „Dem stimme ich voll und ganz zu. Weiß sie es schon?“

Auch dieses mal, schüttelte Kemal wieder den Kopf.

Ronak nickt nur leicht: „Ich werde mich um sie kümmern. Du gehst zurück in das Dorf, sollte jemand fragen was du hier wolltest, sagst du, das wir einen Diel hatten.“

Kemal nickt nur: „Ich lasse Euch nun in den Händen von Ronak. Ich hoffe, das wir uns Wiedersehen.“

Jalena nickt nur: „Ich auch, Sir Kemal Lancelot.“

Jalena umarmte Kemal. Sie hatte ihn bereits in ihr Herz geschlossen. Als würden sie sich bereits Ewig kennen.

Ronak musterte Jalena sehr genau. Von Kopf bis Fuß. Als er ihr in die Augen sah, fühlte es sich für Jalena so an, als würde er direkt in ihre Seele blicken. Doch als er lächelte, spürte sie, das die Liebe wuchs.

Ronak: „Jalena, ich sollte Euch einiges erklären, meine Liebe.. es ist sehr..“

Doch noch bevor er anfangen konnte, klopfte es an seiner Tür. Ronak schob Jalena in ein Hinterzimmer.

Jalena versteckte sich hinter der Tür des Hinterzimmers, während Ronak die Haustür öffnete.

Es waren die Wachen des Königs. Sie trugen schwarze Rüstungen mit Schwarzen Schwertern, welche aus einem besonderem Material waren. Dieses nannte sich Nare. Nare war ein normales Gestein, welches schwarz wurde, wenn man es in kaltem Feuer erhitzte.

Eine der Wachen sprach: „Ronak Dalvin!“

Ronak: „Der bin ich.“

Die Wache grinste bloß: „Ihr wurdet des Hochverrates angeklagt!“

Ronak: „Was soll ich getan haben?!“

Die Wache: „Eine Gewisse Hoffnung zu geben. Aber dazu werdet Ihr nie wieder kommen. Maik. Na los!“

Maik, die andere Wache, ging auf Ronak zu, welcher keine Angst zeigte. Er sah Maik in die Augen, welcher seinen Mund aufhielt. Die andere Wache, schnitt ihm die Zunge heraus und brannte die Wunde zu. Dann, wandte man sich seinen Augen zu, welche zu gebrannt wurden. Ronak versuchte zu schreien, beide male, doch es gelang ihm nicht besonders gut.

Die Wachen verschwanden wieder und Jalena, ging hinaus. Sie hörte schon eine Weile nichts mehr. Dann sah sie Ronak im Flur, er saß auf dem Fußboden und man spürte seine neu gewonnene Angst.

Jalena flüsterte: „Was haben sie dir nur angetan...“

Sie wusste, das er nicht antworten könnte. Man sah noch das Blut an seinen Lippen. Jalena holte einen Lappen und machte ihn sauber. Jetzt wusste sie, wieso das Land in schrecken war. Sie wusste aber nicht, wie sie helfen könnte.

21.7.14 08:14

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