11. Kapitel: Xet

Ich reite neben Nalon. Jake und Logan hinter mir. Niemand sagt etwas. Ich sehe nach vorn, wir Galoppieren nach Maritu. Ich freue mich darauf, es zu erobern. Ich würde nur zu gern Johns Gesicht sehen, wenn er bemerkt, dass sein Maritu zu Fall gebracht wurde. Doch zunächst müssen wir es erobern. Das wird der schwierige Teil, aber wir sind in der Überzahl und kommen Unerwartet. Ich hoffe das bleibt auch so. Wir reiten 3 Nächte durch, bis wir am 4. Tag, am Abend endlich in Maritus Reich an gelangen. Nalon meint: „Meine besten Kämpfer kommen noch. Sie sind Kämpfer des Lichts. Sie können Vampire töten, mit egal welcher Waffe.“ Ich sage: „Interessant.“ ich denke dabei an Yulissa. Sie ist eine Kalir. Ob sie auch eine gute Kämpferin des Lichts wäre? Sicher, wieso? Na ganz einfach, sie ist das gute in Person. Obwohl, das dachte ich bei Yulon auch. Wir Reiten nun in Formation. Einige wurden nach Süden geschickt, andere nach Westen und Osten. Ich gehöre in den Trupp, der aus Norden kommt. Denn Garam, liegt im Norden. Jake und Logan sind wo anders eingeteilt. Logan im Westen und Jake im Osten. Nalon ist nach Süden. Er wollte Rauchzeichen geben. Rauchzeichen im Winter, sind schließlich nichts ungewöhnliches. Denn die Dörfer Maritus, sagen so ob demnächst gehandelt wird oder ob sie Hilfe brauchen. Dann sehe ich es. Ich reite voraus und die Trupps mir hinter her, wir nähern uns den Burgmauern. Die Tore sind noch nicht einmal zu. Sie sind dabei, sie zu schließen, doch unsere Pferde sind schneller. Die Schlacht beginnt. Ich stürze in das Gefecht, schlage einem, nach dem anderen den Kopf ab. Erst jetzt bemerke ich, das mein Schwert und meine Dolche dazu in der Lage sind, Vampire zu töten. Nalon muss diese geheiligt haben. Ich bin ihm dankbar. Mein Trupp war der erste, der eintraf, Logan´s und Jakes Truppen folgen. Doch ich kann Nalon nirgendwo sehen. Wo bleiben er und sein Trupp nur? Während ich nach denke, steche ich auf alles ein, was mir in die quere kommt. Doch plötzlich schreckt mein Pferd auf. Ich mache aus Reaktion eine Rolle rückwärts, zum abrollen. Hat gut funktioniert. Mein Pferd stirbt jämmerlich, wegen diesem Vampir, ich springe auf und steche erneut in jeden ein, der mir in die quere kommt. Dann gehe ich auf diesen Großen Vampir Los. Ich durchbohre ihn mit meinem Schwert. Man sieht das Blut aus seinem Mund laufen. Das war leider nicht John. Wie schade, denn anders wird es ihm nicht ergehen. Bis auf den Unterschied, das er leiden soll! Nalon, na endlich. Sein Trupp kommt an. Ich nicke Nalon zu, welcher zu Jake nickt, welcher zu Logan nickt. Wir vier gehen in die Burg. Die anderen kämpfen draußen weiter. Wir gehen in den Thronsaal. Es sitzt wer auf dem Thron, ich gehe vor: „WER SEID IHR?! WAS TUT IHR HIER?!“ Er steht nur auf, sieht zunächst zu Nalon, dann zu Jake und Logan und dann geht sein Blick auf mich. Ich halte mein Schwert auf ihn gerichtet. Er wird angreifen das weiß ich. Er sagt: „Ich bin Xet Maritu.“ Er ist WAS?! Das ist der andere Sohn von John. Gut dann töte ich ihn. Ich erhebe mein Schwert, doch Xet geht vor mir auf die Knie. Dann legt er seinen Kopf, auf seine Hände, ich sehe hinunter, zu ihm: „Jake?! Ist er krank?“ Ich denke ich sollte mir Sorgen machen. Doch dieser Xet antwortet: „Tötet mich, wenn Ihr es für Richtig haltet, ist es das Richtige, es tut mir leid was Vater Euch antat. Doch ich will nur eins. Seinen Tod! Es ist für alle das beste!“ Wie war das gerade?! Johns eigener Sohn, entschuldigt sich bei mir? Und er will seinen Tod? Weil es das beste ist. Ich frage: „Woher soll ich wissen, ob du nicht nur weiter Leben willst, damit du mich im Schlaf erdrosseln kannst.“ Xet sagt: „Ich würde es nicht wagen.“ Er hört sich ziemlich ehrlich an. Doch auch das lässt sich täuschen. Ich weiß nicht recht. Ihn töten? Nicht töten? Was soll ich nur tun? Auf einmal Platzen Ritter in Goldenen Rüstungen in den Raum. Sie verneigen sich vor Nalon, der vordere sagt: „Sire, wir sind nun da.“ Nalon sagt: „Sehr gut, Saro, könntest du Königin Xaliana Levritan Same behilflich sein?“ Er nickt, Saro ein komischer Name. So haben wahrscheinlich auch damals die Bewohner von Darolen, bei meinem und Yulons Namen gedacht. Ich drehe mich zu Xet: „WIESO ZUM TEUFEL BIST DU NICHT AUFGESTANDEN UM MICH ZU TÖTEN?!“ Xet sieht mich nun an: „Sollte ich das tun?“ Ich bin verwirrt. Seit wann, braucht man eine Erlaubnis, jemanden zu töten?! Ich meine das ist doch die eigene Entscheidung? Das heißt er will mich nicht töten oder er will das ich mich in Sicherheit wiege. Saro steht neben mir: „Ich kann Euch helfen. Ich kann Euch sagen, ob er lügt oder die Wahrheit spricht.“ Ich sehe ihn an und nicke: „Na schön. Los setz dich hin!“ Ich sehe Xet an welcher sich auf die Knie setzt. Saro kniet sich zu ihm und legt eine Hand auf sein Herz. Dann nickt er einmal zu mir. Ich frage: „Willst du wirklich deinen Vater töten?“ Xet nickt. Ich frage: „Willst du mich töten?“ Er schüttelt den Kopf. Ich sehe Misstrauisch zu ihm: „Lügt er?“ Saro schüttelt den Kopf: „Er ist sehr Ehrlich. Er hat die Wahrheit gesagt.“ Ich ziehe meine Augenbrauen hoch: „Lasst ihn Leben! Wenn er die Wahrheit sagt, ist er uns nützlich.“ Dann knie ich mich zu ihm runter, da die anderen gerade Diskutieren: „Wage es einen von uns zu töten, so wirst du der nächste sein!“ Xet nickt. Ich werde ihm nie Vertrauen, er ist schließlich ein Maritu. Xet steht dann auf, allerdings lasse ich ihn nie aus meinem Augenwinkel verschwinden. Das wäre zu gefährlich. Nalon sieht zu mir, wie auch Jake und Logan, sie erwarten etwas von mir. Saro deutet mit seinen Augen auf den Thron. Ich? Auf den Thron. Ich atme Tief durch, dann gehe ich auf den Thron zu. Ich setze mich hinein. Es ist nach wie vor das Mächtigste Gefühl, wenn man auf einem Thron sitzt. Man fühlt sich unerreichbar. Unbesiegbar und so Mächtig wie ein Gewaltiger Sturm, der alles zerstören kann, wenn er nur wollte. Ich sehe zu Saro, Nalon, Jake, Logan und den anderen Kämpfern des Lichts. Sie knien sich vor mir nieder. Ich sehe zu Nalon, ein König, der sich vor einer Königin hin kniet, ohne ihr ein Heiratsantrag zu machen. Ich bin schon sehr bald so Mächtig, wie Nalon selbst. Ich verstehe erst jetzt, dass man ein Reich nicht aufteilen kann, da man nie weiß, wen man wirklich vertrauen darf. Ich sage: „Nun verkündet es im ganzen Land! Es soll auch Levritan erreichen! Und sorgt dafür, dass man Darolen wieder aufbaut.“ Die Krieger des Lichts nicken, die Vampir Soldaten gehorchen. Es genügt eben Angst einflößend zu sein. Hat vielleicht doch gute Seiten, das ich ein Monster bin. Die Soldaten und Wachen Maritus scheinen mich zu fürchten und deshalb fühlen sie sich stark, wenn ich im Kerker bin, doch das wird nie wieder passieren, denke ich. Ich sehe vom Thron aus hinunter. Macht, das hat man hier. Hier auf dem Thron. Ich grinse. Königin zu sein, wird mir doch noch gefallen, aber ich werde niemals so wie John, das habe ich nicht vor. Ich denke nach, Levritan zurück zu bekommen, das wird viele Tote fordern. Wie bei jedem Krieg, aber er lässt mir keine andere Wahl. Dieses mal werde ich nicht zögern, ich werde ihn Töten. Es sei denn, es kommt wieder etwas dazwischen. Ich denke an Yulivon und Yulissa, wie es den beiden wohl geht. Aber Aniesa wird gut für sie Sorgen, da bin ich mir sicher. Ich lächle kurz. Es wird dunkel, ich sage: „König Nalon, Saro, Jake, Logan, geht bitte schlafen, Jake ich komm gleich nach, ach und Logan, vergiss den Abschaum nicht!“ Ich sehe bei Abschaum zu Xet. Logan nimmt Xet mit, nun bin ich allein in dem großen Thronsaal. Ich sehe mich um, bleibe aber auf dem Thron. Ich denke noch ein wenig darüber nach, wie wir Gewinnen können, Yulissa ist noch nicht soweit. Sie wäre die, die ihm Seelenruhe geben könnte. Dann wäre kein Kampf nötig. Oder wenn ich mich für meine Eltern entschuldigen würde, doch das wird nie geschehen, er hat mich angegriffen, nicht nur meine Eltern. Er müsste sich bei mir entschuldigen, doch das bringt ihn nie bei mir weiter, denn schon bald wird er vor mir Winseln. Dann wird es keine Gnade für ihn geben. Eins muss ich ihm lassen, er hatte einen bequemen Thron. Jetzt grinse ich schon wieder. Die Tür geht auf-einmal auf, ich sehe einen blonden, großen, schlanken, muskulösen, jungen Mann. Ich sehe ihn an, betrachte ihn. Dann sehe ich in seine Augen, blau, strahlendes blau, das sind... aber wie ist das möglich? John hat doch schon etwas, nein nur einen Teil von seinen Augen. Er muss es sein. Ich frage: „Yulon?“ Ich klinge dabei verzweifelt und doch hoffend. Er zeigt nur die Reaktion, mich anzusehen. Ich stehe auf und gehe zu ihm, ich nehme ihn in den Arm. Yulon, mein Yulon. Er ist älter, das bedeutet ein Vampir. Es ist mir egal, ich liebe ihn viel zu sehr. Mein großer Yulon. Er ist nicht mehr mein kleiner. Ich flüstere: „Ich hab dich so vermisst.“ Yulon nimmt meine Hände und drückt diese gegen meine Brust: „Es ist mir egal!“ Was hat er da gerade gesagt? „DU HAST MICH ZURÜCK GELASSEN!“, meint er. Ich sage: „Yulon... ich.. ich hatte keine andere Wahl.“ Er erwidert: „Erstens, die hat man immer und zweitens, ich hätte dich da niemals allein sterben lassen, aber du hast es! Also werde ich derjenige sein, der dich Fertig macht,sollte John scheitern. Schwester!“ Das klang herablassend. Mir stehen Tränen in den Augen. Yulon verlässt den Raum. Ich weiß nicht wie Reagieren und sacke auf die knie zu Boden. Nein, Yulon. Ich will weinen doch ich halte die Trauer zurück. „Ich habe es dir gesagt Xalia, ich wollte dich warnen, um dich zu schützen.“, meint Levrox. Er hatte mit allem Recht. Vielleicht sogar mit Yulivon. Levrox kommt zu mir und nimmt mich in den Arm: „Weine nur. Es wird dir gut tun.“ Ich lege mich bereitwillig in seinen Arm, ich kann nun nicht anders. Ich weine. Ich weine und weine. Doch Levrox streicht mir nur über mein Haar und streichelt meinen Rücken. Mein großer Bruder. Er ist und bleibt mein Bruder, ob ich will oder nicht, doch er ist da, wenn ich ihn brauche. Auch wenn ich ihn hasse. Blut ist halt dicker als Wasser. Levrox steht mit mir auf und nimmt mich dann in seine Arme, er trägt mich auf mein Zimmer zu Jake, welcher noch wach ist. Jake fragt: „Xalia.. Was ist denn passiert?“ Levrox: „Lass sie Jake, bitte.“ Jake nickt und Levrox legt mich in das Bett. Dann geht Jake mit ihm vor die Tür, derweil schlafe ich ein. Ich träume von früher, ich sehe Darolen, dann Jake und mich, wir kümmern uns um die Pferde, da kommt Yulon angerannt. Ich nehme ihn in den arm und gehe mit ihm Reiten. Dann wache ich auf. Die Sonne ist bereits am Himmel. Aber wo ist Jake? Hat Levrox ihn etwa Umgebracht? Ich stehe auf, dann fällt mir wieder Yulon ein. Ich habe wieder tränen in den Augen. Ich weine und lege mich wieder hin, ich nehme das Kissen und klammere mich daran. Levrox kommt hinein, das weiß ich, weil ich zur Tür sehe als ich die Tür aufgehen höre, dann lege ich mein Kopf wieder in das Kissen. Levrox setzt sich zu mir. Er legt seine Hand auf meinen Rücken und streichelt diesen. Ich weine. Levrox atmet tief durch und meint: „Xalia, wir erwarten deine Befehle, doch wenn du Zeit brauchst die bekommst du, so viel du willst und benötigst.“ Ich nicke: „Geht es Jake gut?“ Levrox: „Ja, er fragt sich nun gerade, ob er für dich Befehle erteilen soll.“ Ich nicke. Levrox sagt: „Gut, noch was, wenn du wen wolltest, wer wäre deine Leibwache?“ Ich denke nach, Logan. Nalon oder Jake, aber Nalon kann Jake nicht entbehren. Ich sage: „Logan.“ Er nickt nur: „Das sag ich Jake, soll ich noch bleiben?“ Ich nicke. Er bleibt. Ich bin so froh. Ich erzähle: „Wie soll ich anderen Vertrauen, wenn ich nicht mal Yulon Vertrauen kann? Und was ist wenn ich dann nicht mal, mir selbst Vertrauen kann?“ Ich setze mich hin und sehe Levrox an. Er sieht ebenso mich an: „Vertrauen ist Glauben und wenn du den verlierst, kannst du gleich alles hin schmeißen, du darfst nicht daran denken, was oder wen du verloren hast, sondern daran, was du dadurch gewonnen hast und gewinnen kannst.“ Er ist echt weise: „Wie alt bist du?“ Levrox grinst und sagt: „30.“ Wie viele Jahre ich dadurch verpasst hab. Er sagt: „Apropro wie Alt, Alles Gute Nachträglich zu deinem 17 zehnten Geburtstag. Es ist nicht viel, was ich geben kann, aber du brauchst sie mehr.“ Er gibt mir ein Bild, ein Bild von Mama und Papa, mit ihm auf dem Arm. Ich sehe es an, dann ihn: „Das.. nein, das brauchst du.“ Er lächelt: „Nein, du sollst es haben, ich habe meine eigene Familie.“ Ich sehe ihn fragend an. Er sagt: „Ich habe eine 6 Jährige Tochter. Meine Ehefrau und meine Zieh Eltern.“ Ich lächle man kann es auch ohne die leiblichen Eltern gut haben. Ich frage: „Wie heißen alle deiner Familie?“ Er antwortet: „Meine Tochter Xenia, meine Frau Marie und meine Eltern Helga und Horst.“ Ich erwidere: „Schöne Namen.“ Er lächelt: „Ja. Mal etwas Normales.“ Ich muss grinsen. Ich sitze auf dem Bett, gegenüber von Levrox, das ist das erste mal, das ich mich mit ihm Unterhalte. Jedenfalls normal unterhalte. Die Tür öffnet sich, ein Diener: „Wir brauchen Euch, Levrox.“

12.8.14 19:53

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