5. Kapitel: Die Doppelhochzeit

Am Abend bin ich so aufgeregt, ich weiß jetzt schon, das ich nicht so gut schlafen kann. Es klopft an der Tür, meines Einzel Zimmers. Ich rufe: „Ja?“ Nelxavia kommt hinein. Sie hat zwei Becher dabei. Sie sagt: „Ich dachte mir, du wärst genauso aufgeregt wie ich. Da habe ich uns warme Milch, mit Honig gemacht.“ Ich lächle: „Und wie aufgeregt ich bin.“ Nelxavia grinst und setzt sich zu mir, auf das Bett. Dann gibt sie mir einen der Becher: „Ich bin dir sehr dankbar, Xalia. Für alles. Vor allen dingen, dass mit Twarin. Danke.“ Ich lächle: „Das ist kein Thema, wirklich nicht. Du hast es dir verdient.“ Sie lächelt dankbar. Ich trinke einen Schluck von der Milch. „Deine Eltern wären so stolz auf dich, Xalia. Du hast es geschafft, unser Königreich zurück zu bekommen. Du hast es geschafft, so viele Leute mit zu reißen und sich, gegen den eigenen König zu stellen. Vor allen dingen, da du die ganze Zeit von ihm getäuscht wurdest.“, erklärt Nelxavia. Ich lächle. Sie wären bestimmt stolz und hätten gewusst, das ich alles in meiner Macht stehende tat, um Yulon zu retten. Ich bin aber dankbar, für die Zeit mit Nelxavia. Sie gibt mir viel von Heimat zurück. So viel, was ich alles bereits vergessen hatte. Wie schnell man so etwas vergessen kann. Es hat bei mir schließlich nur ein Jahr gedauert. Ich sehe zu Nelxavia: „Das wären sie bestimmt.“ Nelxavia lächelt, wir trinken ein bisschen von unserer Milch. „Na dann, sollten wir wohl schlafen, wir müssen morgen früh raus.“ „Tun wir das.“ Nelxavia nimmt die Leeren Becher mit. Dank der Milch, schlafe ich doch relativ gut. Am nächsten Morgen, werden wir wirklich früh geweckt. „Guten Morgen, Majestät.“, sagt meine Dienerin, Jalina zu mir. Ich bin sofort wach, aber doch noch recht müde. Jalina zieht die Gardinen auf. Dann räumt sie mein Kleid von Gestern weg: „Ich freue mich schon auf den Heutigen Tag, meine Königin. Endlich jemand, der zu schätzen weiß, was Krieg bedeutet.“ Ich lächle und stehe auf, strecke mich ein wenig: „Tja, ein Krieges Sieg bringt zu viele Opfer, als das man ihn feiern könnte. Selbst ein Opfer wäre zu viel.“ „Ihr solltet Euch euer Hochzeitskleid anziehen.“ „Aber Ihr kommt mit. Schließlich brauche ich die Passende Frisur.“ „Ich ich soll die eure Frisur machen?“ „Sicher, und wenn es gut aussieht, werde ich Euch belohnen. Ihr werdet belohnt werden, so oder so, aber wenn sie zum Kleid passt und Ihr den Schleier mit einflechten könnt, so soll es eine große Belohnung sein.“ „Oh danke, danke meine Königin.“ Ich nicke Ihr zu und wir gehen in den Ankleide Raum. Ich werde angezogen, von den Nähern und Näherinnen. Ihnen gefällt, wie ich aussehe. Dann setze ich mich auf einen Stuhl. Jalina macht mein Haar, sie flechtet den Schleier in mein Haar, ich sehe wunderschön aus. Ich sage zu Jalina: „Vielen Dank.“ Sie macht einen Knicks und geht zur Seite. Damit niemand mein Kleid sieht, wird mir ein Umhang um gemacht, welcher das ganze Kleid bedeckt. Ich gehe zur Hochzeit von Nelxavia, welche in der Kirche statt findet. Alles ist so schön, ein Paar Rote und ein Paar weiße Rosen, hier und da. Sie stecken in Grünen Kränzen. Ich bekomme von dort vorn nicht viel mit, ich höre leider nicht was der Pastor sagt, aber das muss ich nicht, schließlich bekomme ich nach her ja das selbe vorgesagt. Ich schaue mich um, ich suche Jake, aber ich kann ihn nirgends sehen. Ach ja, der Bräutigam muss ja vorn stehen und auf seine Frau warten. Ich bin seine Frau. Die Leute gehen zusammen hinaus, sie werden von Nelxavia und Twarin, welche die ganze Zeit die Hände halten, zum See geleitet. Ich bin die letzte. Allein, doch dann höre ich ihn. „Xalia!“,ruft es. Ich weiß schon genau wer es ist, Mark. Er war schon damals, der Beste Freund meines Vaters. Er hatte sich zwischen durch um mich und Yulon gekümmert. „Mark, schön Euch zu sehen.“, sage ich. Er nickt: „Gleichfalls. Ich bin hier. Du bist Königin. Und du Heiratest Heute.“ Ich lächle: „Ja das tue ich.“ „Dein Vater kann dich nicht an Jake geben. Normalerweise machen das die Väter. Er wollte ,dass ich es mache, wenn er nicht mehr sein sollte. Ich tu es nur, wenn du es willst.“, erklärt Mark. Ich bin einverstanden: „Sicher.“ Mark und ich gehen hinter den anderen her. Ich halte mich an Marks Arm. Die Aufregung steigt. Mir ist heiß und kalt gleichzeitig. Ich atme immer mal wieder durch. Gleich ist es soweit, gleich werde ich verheiratet sein. Gleich bekomme ich meine Familie. Das ganze Königreich ist da. Sie sitzen alle im grünen Gras. Ich sehe hier ein paar Gänseblümchen, dort ein wenig Löwenzahn und einige Butterblumen. Wen sehe ich am Ufer des Sees neben dem Pastor? Jake. Ich lächle sofort, als ich ihn sehe. Mir wird der Umhang abgenommen und ich stehe in meinem Hochzeitskleid da. Alles verstummt, jedes Auge ist auf mich gerichtet. Mir wird meine Krone aufgesetzt, welche Jake bereits auf hat. Er sieht zu mir. Ein Chor der Kinder, singt eine Melodie. Mark und ich schreiten Los. Langsam gehen wir zu Jake. Jeder Schritt, kommt mir vor wie ein Jahr. Jeder Atemzug, wie weitere Zehn Jahre. Endlich kommen wir an, Jake hält mir seine Hand hin. Ich nehme sie. Am Liebsten würde ich in seinen Arm springen und ihn nie mehr wieder los lassen. Aber noch muss ich mich gedulden. Jake und ich stehen vor dem Pastor, welcher redet und redet und redet. Ich höre gar nicht zu, erst als er mich fragt: „Königin Xaliana Levritan Same, wollt Ihr König Jake Levritan Same zu eurem Mann nehmen, ihn Lieben und ehren, in guten wie in schweren Tagen,bis das der Tod Euch scheidet, so antwortet mit Ja, ich will.“ Ich sage: „Ja, ich will ihn Lieben und ehren, in guten und in schweren Tagen,bis zum Tod und sogar, darüber hinaus.“ Der Pastor nickt und wendet sich an Jake: „König Jake Levritan Same, wollt Ihr Königin Xaliana Levritan Same zu eurer Frau nehmen, sie lieben und ehren, in guten wie in schweren tagen, so antwortet mit Ja, ich will.“ Jake antwortet: „Ja ich will sie Lieben und ehren, in guten und in schweren Tagen, bis zum Tode, bis in das nächste Leben und in jedes weitere.“ Der Pastor nickt auch nun. Jake und ich knien uns nieder: „Hiermit erkläre ich Euch zu Mann und Frau.“ Dann bekomme ich einen Ring, den mir Jake auf meinen Finger setzt und ich nehme den anderen Ring und setze diesen Jake auf. Dann erheben wir uns. Der Pastor sagt: „Ihr dürft die Braut nun Küssen.“ Jake hält mich nun fest, er küsst mich. Es kommt mir vor, als gäbe es nur noch ihn und mich. Die Zeit bleibt für kurze Zeit stehen, so kommt es mir jedenfalls vor. Das Volk jubelt. Jake und ich lösen unseren Kuss und sehen uns in die Augen, dann sehen wir zum Volk und nicken. Ich sage: „Heute werden wir im Schloss feiern. Die ganze Stadt ist eingeladen. Dann werden wir, durch die anderen Dörfer des Landes ziehen und uns allen vorstellen.“ Jake und ich, gehen in das Schloss. Er ist glücklich mit mir. Wir stehen uns endlich gegenüber, in unserem Schlafzimmer, welches wir uns teilen werden. Jake drückt mich gegen eine Wand und küsst mich: „Ich hab dich vermisst.“ Ich antworte: „Und ich dich erst.“ Jalina kommt hinein: „Eure Hoheiten?“ „Ja?“,fragen Jake und ich gleichzeitig. Jalina verwirrt: „Ihr müsst den Hochzeitstanz anfangen.“ Ich lächle: „Danke Jalina. Ich hab die Belohnung nicht vergessen. Du und deine Familie, dürft von nun an, im Schloss wohnen. Ihr werdet mit mir und Jake, zu den gegebenen Essenszeiten essen. Jede Königliche Veranstaltung, dürft auch Ihr begleiten.“ Jalina ist überglücklich. Sie weiß nicht, was sie sagen soll. Aber Jake: „Jalina. Du kannst vorgehen, wir kommen gleich nach.“ Sie nickt und geht. Ich sage: „Ich glaub, unser wiedersehen muss noch ein wenig warten.“ Ich zwinker ihm zu und gehe. Er kommt hinter mir her. Zusammen gehen wir in den Thronsaal, wo wir schon erwartet werden. Als wäre es abgesprochen, kommen Nelxavia und Twarin zur selben Zeit, durch die Tür gegen über von uns. Wir gehen in die Mitte. Wie auch Twarin und Nelxavia, dann beginnt der Tanz. Zunächst den, den wir erlernten. Der Ohne Berührung. Doch dann beginnt der Walzer. Beim Walzer Tanzen so gut wie alle mit. Nach diesem Tanz, wird erwartet das wir bis zum Schluss bleiben. Jake geleitet mich nach diesem Tanz, zum Thron wo wir uns dann setzen. Es scheint sehr langweilig als Königin zu sein. In den letzten Tagen, habe ich auch über Darolen nach gedacht. Aber was soll ich schon machen. Die Vorbereitungen der Hochzeit, die Hochzeit selbst, die Krönung. Wie hätte ich vorher schon abreisen sollen, ohne Levritan wieder zu verlieren. Ich habe Verpflichtungen, Verpflichtungen die ich gerne in mein Leben füge. Denn Levritan ist kein Gegenstand, es ist ein Land, wie jedes andere Land auch. Mit vielen Menschen und um Menschen kämpft man nicht. Ich schaue mich um. Die Leute haben so viel Spaß. Man sieht das einige noch ausgehungert sind. Aber das wird sich ändern. Ich bin die Königin. Ich muss Gesetze ändern. Natürlich, ich kann jetzt alles in meinem Land, verändern. Ich gebe Twarin ein Zeichen, da er mein Vermittler ist. Twarin kommt zu Jake und mir, natürlich hat er Nelxavia bei sich. „Twarin. Ich brauch den Protokollanten.“, sage ich. Er nickt und sagt einem Diener Bescheid. Twarin und Nelxavia gehen wieder auf die Tanzfläche. Sie haben genauso viel Spaß, wie all die anderen Gäste. Der Protokollant, steht nun neben mir. Er fragt: „Wie kann ich helfen, Majestät?“ Ich antworte: „Wir ändern ein paar Gesetze!“ Der Protokollant nimmt eine Feder, Tinte und Pergamentpapier. Ich stehe auf: „Ich bitte Euch alle um Aufmerksamkeit. Ich habe etwas bekannt zu geben. Alle Gesetze werden für nichtig erklärt. Ich werde neue Regeln aufstellen. Die erste; Wenn jemand kein Haus, oder keine bleibe hat, kann dieser vorübergehend im Schloss wohnen, so lang bis das angefertigte Haus, was vom König und der Königin aus der Schatzkammer heraus bezahlt wird. Die zweite; Steuern werden gesenkt. Statt wie zu vor 5 Goldstücke pro Woche, sind es Pro Familie nur noch 1 Goldstück pro Monat, aber wohnt man allein, so sollen es 50 Silberstücke Pro Monat sein. Die anderen Gesetze, werden von meinem Protokollanten verkündigt, sobald sie fertig sind.“ Alle jubeln, in jedem Gesicht Erleichterung und Freude. Ich setze mich wieder. Jake ist auch glücklich, er nimmt meine Hand: „Ich Liebe dich.“ Ich grinse und bin so glücklich: „Ich dich auch.“ Es ist so schön seine Stimme wieder zu hören. Doch gleich Morgen, beginnt die Landesreise. Die hab ich ja total vergessen. Ich stehe erneut auf: „Leider kann die Morgige Reise nicht stattfinden. Ich habe noch etwas zu erledigen, aber sobald wir wieder kommen, wird sie Los gehen.“ Man sieht Leichte Enttäuschung. Aber auch Verständnis. Gut, jetzt kann ich Morgen, zusammen mit Jake, nach Darolen reisen. Ohne Pause, schaffen wir es nach einem Tag. Wir werden gleich morgen früh los ziehen. Allerdings, mit Pferden sollten wir um einiges schneller sein. Wir reiten mit den Pferden, morgen früh bei Sonnenaufgang los. Bei Sonnenuntergang, gehen nach und nach die Gäste weg. Jalina und Ihre Familie sind noch da. Jalina stellt mir Ihre Familie vor: „Majestät, das ist mein Ehemann Rick und das sind unsere Kinder; Hannah und Ian.“ Ich nicke ihnen zu: „Willkommen hier bei uns, kommt mit mir, ich zeige Euch eure Zimmer.“ Rick sagt: „Habt dank, Königin Xaliana.“ Ich gehe vor und zeige Ihnen ihr Doppelzimmer. Ein Zimmer, für die Kinder und eines für Jalina und Rick. Ich sage: „Jalina, du musst Jake und mich morgen bei Sonnenaufgang wecken, wir wollen dann abreisen.“ Sie macht einen Knicks und geht dann in Ihr Zimmer. Ich gehe auf mein Zimmer, wobei Jake schon im Bett liegt. Ich ziehe mir mein Schlafzeug an und dann lege ich mich zu Jake. Jake liegt neben mir, ich kuschele mich in seinen Arm. Seine Nähe bin ich eine Zeit lang nicht gewohnt gewesen. Aber das macht mir gar nichts. Jetzt liege ich in seinen Warmen und muskulösen armen. Vertraute arme, die arme meines Mannes, von Heute bis in den Tod hinein und darüber hinaus. Schon irgendwie komisch. Gerade eben, waren wir noch die dicksten Freunde, dann verliebt, zusammen, verlobt und jetzt verheiratet. Es ist schön, wunderschön sogar. Ich bin glücklich. Doch trotzdem habe ich einen vollen Kopf. Was wird mich in Darolen erwarten? Werden alle Tod sein? Werden sie mich verstehen? Wissen sie das es in gewisser Hinsicht meine Schuld war? Und wenn, wie reagieren sie dann, auf meine Rückkehr? Wenn es Beleidigungen sind, ist das okay, ich bin es ja schon gewohnt. Dennoch würde es so weh tun, wie damals. Wäre Jake nicht gewesen, wüsste ich nicht, wie ich heute wäre. Ich schlafe in Jakes arm ein. Am nächsten Morgen, werden wir von Jalina geweckt, es ist genau Sonnenaufgang. Sie nimmt Ihre Arbeit scheinbar sehr ernst. Aber ich werde sie nicht als Dienerin ansehen. Es ist auch nur ein Beruf. Der, der sie ausrichtet, ist auch nur ein Mensch, oder eben was anderes wie ein Magier, Drache, Vampir und andere Wesen. „Habt Ihr gut geschlafen eure Hoheiten?“, fragt Jalina. Jake und ich nicken, danach waschen wir uns und ziehen uns jeweils eine Lederrüstung an. Jake schnappt sich seine Äxte und seinen Dolch. Ich nehme mir meine Dolche und stecke diese in die Scheiden, welche sich an meinen Oberschenkeln befinden. Heute bemerke ich zunächst, das sich die Lederrüstung noch enger anfühlt, wie sonst. Mein Bauch ist etwas größer geworden. Dennoch muss ich nach Darolen. Ich hab sie schon lang genug im Stich gelassen. Wir nehmen Proviant mit. Was zu Essen und Wasser. Dann gehen Jake und ich in den Stall, wir nehmen uns jeder ein Pferd. Diese werden für uns gesattelt und dann, schwingen wir uns jeweils auf unsere Pferde. Wir traben erst einmal Los. Bisher haben Jake und ich nicht viel geredet. Jake sieht grinsend zu mir: „Deine Rüstung wird enger.“ „Soll das eine Anspielung darauf sein das ich Dick werde?!“ „Nein.. nein.. nein ich meinte nur.. ich.. ähm..“ Ich sehe nach vorn wir traben noch immer weiter, ich sage: „Ja?“ „D-das soll n-nur heißen... das.. emm.. na ja.. das du wirklich schwanger bist.“ Ich finde das irgendwie lustig, wenn er sich nicht raus zu reden weiß: „Ach Jake... ich weiß doch, was du meinst.“ Ich grinse, während Jake nicht weiß, wie er reagieren soll. Ich gehe in Galopp über. Jake macht es mir nach. Es wird heller, Jake und ich stoppen und machen erst einmal Rast. Wir trinken ein paar Schluck vom Wasser, dann essen wir jeder einen Apfel. Auch die Pferde bekommen einen Apfel. Ich bemerke, wie Jake zu mir hinüber sieht. Ich streichle das Pferd und Lobe es, dann flüstere ich in das Ohr: „Sieh mal, scheint so, als wäre jemand eifersüchtig auf dich.“ Es wiehert, ich muss lächeln. Während ich das Pferd ansehe und ein wenig Kraule sage ich zu Jake: „Bin ich ein Gegenstand, das du mich so begehrenswert ansiehst?“ „Kein Gegenstand, du bist mein Engel.“ „Wie kann wer ein Engel sein, der so viele Fehler macht?“ Jake lächelt und geht auf mich zu: „War es ein Fehler, das du dich gegen Howard aufgelehnt hast? War es ein Fehler, dich erst um dein Reich zu kümmern? Und ist es ein Fehler, nach Darolen zu gehen?“ Ich zucke mit den Schultern. Jake sagt: „Ich sage dir was ich in dir sehe, deine Fehler zeigen, das auch du nur ein Mensch bist. Ich weiß, dass es ein Fehler sein wird, nach Darolen zu gehen, aber ich werde dir überall hin folgen. Weißt du wieso? Weil du der Engel bist, der Menschlichkeit beweist. Und weil ich dich Liebe. Soll ich sagen, was mir meine Mutter immer sagte?“ Ich frage: „Was denn?“ „Sie sagte mir, Weil wir Engel ohne Flügel, nicht Engel nennen können, nennen wir sie Freunde.“ Ich sehe ihn voller Selbstzweifel an. Doch Jake schüttelt nur den Kopf: „Du selbst weißt noch gar nicht, wie wundervoll du bist.“ Dann berühren sich unsere Lippen. Jake meint: „Wir sollten weiter. Dann kommen wir noch heute Nacht an.“ Ich nicke nur, dann will ich auf mein Pferd steigen. Jake hilft mir. Dann setzt er sich auf sein Pferd. Unsere Sachen sind in den Taschen, sicher verstaut, dann Reiten wir auch schon Los. Wir warten nicht lang und gehen sofort in den Galopp. Auf dem weg nach Darolen, schwirren mir immer wieder die selben Worte, die Jake sagte, durch den Kopf. Meine Menschlichkeit, soll mich zu einem Engel machen. Ich soll ein Engel sein und Wundervoll. Ich habe getötet, das soll wundervoll sein? Aber hatte ich eine andere Wahl? Sonst wäre Levritan gefallen. So hätte ich nie bemerkt, das Howard der Bruder von John war. Dazu fällt mir allerdings eine Wichtige Frage ein. Wenn John wusste, das Howard sein Bruder war, wieso hatte er dann sein Königreich angegriffen? War John doch der Harmlose? Was steckt dahinter? Oder ist John, Howard egal gewesen und begann nur einen Krieg, weil ich dort war? Wenn das so ist, bringe ich doch jeden in Gefahr. Dann ist Jake auch nicht mehr Sicher. Es wird dunkel, wir Reiten weiter. Als wir in Darolen ankommen, ist es sehr Dunkel, oder jedenfalls dass, was davon noch übrig ist. Man kann die Sterne sehen, der Himmel wird von dem Sichelmond beleuchtet und spendet somit genug Licht, um etwas zu sehen. Es riecht nach Rauch, man sieht hier und da, eine Flamme in der Asche. Darolen gibt es nicht mehr. Es liegt in Asche, doch was ist mit den Einwohnern geschehen? Es können doch nicht alle Tod sein. Es muss wer überlebt haben. Auf einmal kommen ein paar Kinder heraus, zusammen mit ihren Geschwistern, welche alles Teenager sein müssten, doch kein Erwachsener ist darunter. Die Kinder und Jugendlichen sind zusammen nicht mehr als 20 Personen. Es war niemand hier, der hätte sie beschützen können. Ich sehe ein paar Leute von früher, Nick und Alexa. Anna, Hannah, Tim, Lars und Karin sind auch darunter. Jake und ich steigen ab. Die Pferde lassen wir dort stehen, wir wissen, dass sie bleiben werden. Jake geht zu dem Ascheberg, was einst sein zu Hause war. Lars geht zu mir und schubst mich: „Das ist deine Schuld! Hau ab! Wir wollen dich hier, nie wieder sehen.“ Es ist mir egal, das er mich geschubst hat. Ich ignoriere ihn und gehe zu dem Asche Haufen, meines Hauses. Ich bemerke ,dass mich alle verachtend ansehen. Ich stehe nun in der Asche meines Hauses und sacke auf den Boden. Das darf nicht passiert sein. Es ist doch mein Haus. Yulons Sachen waren doch noch hier. Ich knie in der Asche und hebe meinen Kopf. Die Asche glüht noch, ich sehe etwas. Ein Bild, von dem Zeichner, der in das Dorf kam. Ich krabbele zu dem Bild, ich sehe ihn. Yulon ist auf dem Bild, er brennt. Er verbrennt vor meinen Augen. Ich drehe meinen Kopf zur Seite. Da sehe ich das letzte Bild, was mir von meiner Familie und mir blieb. Es brennt Nieder. Zuerst Mama, dann Vater und dann Yulon und ich. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich stehe auf und trete in die Asche. Ich bemerke, wie die anderen sich fürchten. Ich Schreie und sinke wieder auf die Knie, in die Asche. Ich weine und schreie, ich bin wütend und traurig. Ich bin allein. Doch plötzlich spüre ich eine Hand auf meiner Schulter. Jake muss es sein, denn er kniet sich nieder und hält mich im Arm. Ich bin so wütend, aber diese Wut legt sich nach und nach, in Jakes Armen. Ich bin Traurig, ich weine eine ganze weile. Mir kommen alle Erinnerungen hoch, die alten Zeiten mit Mutter und Vater, als sie noch lebten. Die Zeit, wo ich und mein Vater jagen gegangen waren. Die Zeit, wo meine Mutter so lange in meinem Bett blieb, bis ich endlich einschlief. Die Zeit, wo ich das selbe mit Yulon tat und Erwachsen wurde. Jake und ich sitzen in der Asche, die anderen widmen sich wieder ihrer Aufgaben, da sie dabei sind, das Dorf nach und nach wieder auf zu bauen. Dann kommen auf einmal Yulons Worte in meine Gedanken, als er starb. Er würde mir verzeihen, wenn ich bereit wäre mir zu verzeihen. Ich sollte ihn gehen lassen, damit meinte er wahrscheinlich, das ich ihn Los lassen sollte. Er sagte, wir sehen uns wieder. Er sagte, ich solle nichts tun, was ich bereuen würde, seine letzten Worte, ich liebe dich. Ich liebe dich auch Yulon. Sage ich in Gedanken. Auf einmal, holt mich ein Geräusch aus meiner Wut, aus meiner Trauer, aus meinen Gedanken. Das Geräusch von Kreischenden und verängstigten Kindern und Jugendlichen. Ich springe auf, Jake mit mir, ich sehe das Jake auch geweint haben muss. Aber dafür bleibt uns jetzt keine Zeit mehr. Ich schnappe meine Dolche, Jake sich seine Axt, dann geht es Los. Der Kampf gegen Vampire.

10.8.14 04:32

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